Medizinisches Zentrum

Medizinische Betreuung von Kaderathleten - Ein medizinisches Zentrum für den Sport

1. Lehrinstitut, Olympiastützpunkt, Geschäftsstelle, Untersuchungszentrum

Seit seiner Einrichtung im Jahre 1975 hat sich der Lehrstuhl Sportmedizin an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel nicht nur in seiner Struktur, sondern auch in seiner Funktionsvielfalt verändert. Standen am Beginn noch ausschließlich die Lehre der Lehramtskandidaten Sport sowie unterstützende Forschungsvorhaben im Vordergrund, so sind im Laufe der 80er Jahre Aufgabenbereiche hinzugekommen, die die Kieler Sportmedizin nicht nur in Schleswig-Holstein bekannt gemacht haben.

1.1 Promotionsarbeiten im Fach Medizin

Die Initiierung und fachliche Betreuung von Promotionsarbeiten im Fach Medizin ergänzte die seit 1980 auf- und ausgebaute Forschungsarbeit, nicht zuletzt durch eine weit über eine halbe Million hinausgehende vom Bund finanzierte Drittmittelforschung, und führte zum Abschluß von mittlerweile mehr als 60 Promotionen. Den Studenten der medizinischen Fakultät und Studenten der Ökotrophologie wird die Möglichkeit geboten, auch an der praktischen und theoretischen Sportlehrerausbildung teilzunehmen und damit einen Teil der für die Zusatzbezeichnung Sportmedizin notwendigen Bedingungen zu erfüllen.

1.2 Wissenschaftliche Arbeiten

Wissenschaftliche Arbeiten der angehenden Sportlehrer für Gewerbeschule, Realschulen und Gymnasien sowie Studenten mit dem Ziel Magister.

1.3 Sportmedizinische Tauglichkeitsuntersuchungen

Sportmedizinische Tauglichkeitsuntersuchungen und die Betreuung der z.Zt. ca. 1000 Sportstudenten.

1.4 D-Kader

In Zusammenarbeit mit dem Landessportverband Schleswig-Holstein wurden vor 28 Jahren die sportmedizinischen Untersuchungen für Nachwuchsathleten (D-Kader) des Landes Schleswig-Holstein ins Leben gerufen.

1.5 Referenten des Landessportverbandes Schleswig-Holstein

Mitarbeiter des Lehrstuhls sind seit vielen Jahren u.a. als Referenten des Landessportverbandes Schleswig-Holstein tätig. In dieser Funktion wurden im Laufe der Jahre mehr als 3000 angehende Übungsleiter und Trainer z.B. in den Bereichen "Sportmedizin" und "Trainingslehre" unterrichtet. Aber auch bei der Schaffung und Gestaltung neuer Ausbildungsziele im Bildungswerk des LSV, z.B. "Gesundheitsberater", konnte wertvolle Hilfestellung geleistet werden.

1.6 Sportärztebundes Schleswig-Holstein

Vor 28 Jahren wurde die Geschäftsstelle des Sportärztebundes Schleswig-Holstein (Vors. Prof. Dr. H. Rieckert (em.)) in den Räumen der Abteilung Sportmedizin integriert. Durch diese Maßnahme gelang es zum ersten Mal, eine zentrale Anlaufstelle und Informationsbörse für sportmedizinische Fragen in Schleswig-Holstein zu etablieren, die zunächst noch als "Insider-Tip" galt, mittlerweile aber in zunehmender Anzahl auch von Nicht-Medizinern genutzt wird. Von den Mitarbeitern des Instituts werden regelmäßig Fortbildungen zur Erlangung der Zusatzbezeichnung 'Sportmed.' organisiert.

1.7 Olympiastützpunkt Hamburg/Kiel

1988 wurde das Untersuchungszentrum Kiel in den Olympiastützpunkt Hamburg/Kiel integriert. In Ausübung dieser Funktion wurden im Verlauf der Jahre Hunderte von Nationalmannschaftskaderathleten untersucht und u.a. auf die Olympischen Spiele vorbereitet. Insbesondere die Segel- und Surfelite der Deutschen Nationalmannschaft trifft sich einmal im Jahr nicht nur zur Kieler Woche, sondern auch zur sportmedizinischen Untersuchung in den Räumen des Instituts. Prof. Dr. med. H. Rieckert ist seit vielen Jahren Mannschaftsarzt des Deutschen Seglerverbandes und hat in dieser Eigenschaft auch an Olympischen Spielen teilgenommen.

1.8 Trainingswissenschaftliche Betreuung / Sportartspezifische Leistungsdiagnostik

Durch die Untersuchungen der mittlerweile mehr als 4000 Leistungssportler wurde den Verantwortlichen sehr früh bewußt, daß neben der reinen medizinischen Betreuung eine trainingswissenschaftliche Betreuung nicht nur hilfreich wäre, sondern auch außerhalb des Leistungssports ein absolutes Muß darstellt. So wurden Verfahren und Apparaturen entwickelt, die eine sportartspezifische Leistungsdiagnostik ermöglichten und in vielen Fällen Grundlage wertvoller Trainingsempfehlungen sein konnten.

1.9 Medizinische Trainingslehre

So ist es heute neben den rein medizinischen Fragen insbesondere die medizinische Trainingslehre, die im Mittelpunkt von Anfragen medizinischer Kollegen, aber auch von Vereinen, Verbänden und Schulen steht. Um diesen immer stärker werdenden Interessen Rechnung zu tragen, wurde die Sektion medizinische Trainingslehre in die Abteilung Sportmedizin aufgenommen. Eine sinnvolle Entscheidung, da dieser Bereich schon seit vielen Jahren einen Schwerpunkt in der Ausbildung der Sportstudenten darstellt, aber auch in der Vermittlung aktueller Erkenntnisse an interessierte Kollegen, Trainer und Sportler eine wichtige Funktion erfüllt.

2. Lokomotivfunktion der Kieler Sportmedizin für andere Partner und Aktivitäten

2.1 Herzgruppen

Die Betreuung von Herzgruppen (ambulanter Koronarsport) und der entsprechenden wissenschaftlichen Begleitung hat von dem Modellfall Kiel ausgehend landesweite Bedeutung erlangt.

Modellvorhaben der sportmedizinischen Abteilung sind nach wie vor richtungsweisend für die Gestaltung der Übungsleiter-Sonderausbildung Koronarsport des Deutschen Sportbundes, wobei der Lehrstuhl Sportmedizin in enger Kooperation mit dem Landessportverband und der Landesarbeitsgemeinschaft für kardiologische Prävention und Rehabilitation den präventiven und rehabilitativen Ansatz sportlicher Bewegungen sowohl unterrichtspraktisch als auch forschungsmäßig vorantreibt.

Der interdiziplinäre Ansatz wird durch eine fruchtbare Zusammenarbeit mit der Abt. Angewandte Physiologie der Universität und dem Rehabilitationszentrum in Holm dokumentiert.

2.2 Medizinischer Fitnesstrainer

Die Ausbildung zum Medizinischen Fitnesstrainer wird seit dem SS 2000 in Kooperation mit dem Sportärztebund Schleswig-Holstein und der Akademie Damp angeboten und soll eine Schnittstelle zwischen Mediziner, Sportler und Fitnessanlage herzustellen, um dem Aktiven eine optimale sportmedizinische und trainingswissenschaftliche Betreuung anbieten zu können.

2.3 Übungsleiter- Aus- und Fortbildung auf dem Gebiet der Prävention und Rehabilitation

Übungsleiter- Aus- und Fortbildung auf dem Gebiet der Prävention und Rehabilitation - entsprechend der Rahmenrichtlinien des Deutschen Sportbundes - werden von der Kieler Sportmedizin fachlich, inhaltlich und häufig auch unterrichtspraktisch gesteuert.

2.4 Aus- und Weiterbildung

Erheblich ausgeweitet hat sich die Aus- und Weiterbildung von Ärzten im Fach Sortmedizin. Zahlreiche jährlich wiederkehrende Programme werden von der Abt. Sportmedizin geplant und durchgeführt.

2.5 Aus- und Fortbildungswesens des LSV

Medizinische Anteile des gesamten Aus- und Fortbildungswesens des LSV für alle Ausbildungsprofile sind dem Lehrstuhl Sportmedizin übertragen worden.  

2.6 Lehre und Betreuung von Sportstudenten

Lehre und Betreuung von Sportstudenten ist das Ziel einer engen Zusammenarbeit mit der Orthopädischen Uniklinik. Vorlesungen und Seminare über Anatomie, Orthopädie und Sportverletzungen sowie der Aufbau einer Sprechstunde für Sportverletzungen sind sichtbarer Ausdruck dieser Zusammenarbeit.
In der Abteilung Sportmedizin wird bei akuten Verletzungen eine Erstversorgung durchgeführt und falls notwendig, eine Weiterversorgung in anderen Kliniken veranlaßt. Einen großen Raum nimmt auch die Beratung der Sportstudenten mit chronischen Verletzungen oder Trainingsaufbau nach Verletzungen ein.

Pressemeldungen der CAU

Aktuelles

  • Zwei Studenten und eine Tasse Kaffee

    • Neues Messsystem ermöglicht ab dem WS17/18 die 3D Bewegungsanalyseanalyse in der Lehramtsausbildung.
  • Zwei Studenten und eine Tasse Kaffee

    • Studierende untersuchen die Kinematik und Physiologie des Helmtragens.
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